IV. Die JU nach der Gebietsreform

Die JU nach der Gebietsreform

Im Jahr 1969 begann die Ära Dietz im Landkreis. Ernst Dietz war einer der erfolgreichsten JU-Kreisvorsitzenden. Er zog bereits 1970 für die CSU in den Landtag ein und war dort 3 Perioden vertreten. Durch sein Landtagsmandat brachte Dietz zahlreiche prominente Redner zu JU-Veranstaltungen in den Landkreis. So sprachen bekannte Leute wie Minister Heubl, MdB Graf von Stauffenberg, MdB Jürgen Warnke und der damalige JU Landesvorsitzende Otto Wiesheu im Landkreis. Dietz selbst referierte laufend zu aktuellen politischen Themen.

In seine Zeit fiel auch die im Zuge der Gebietsreform zwangsweise Zusammenlegung der Altlandkreise Tirschenreuth und Kemnath im Jahr 1972. In der Fusionsversammlung 1972 in Waldershof wurde die Zusammenlegung der JU-Kreisverbände beschlossen und eine neue Kreisvorstandschaft gewählt, die die Geschicke des neuen, größeren Kreisverbandes leiten sollte. Zum Kreisvorsitzenden wurde Ernst Dietz gewählt, dessen Stellvertreter der Kreisvorsitzende des Altlandkreises Kemnath Herbert Rubenbauer wurde. Weiter wurde Dietz von Max Sölch aus Konnersreuth vertreten. Schriftführer wurde Kathi Schinner aus Kastl und Wolfgang Stamm aus Pechbrunn. Hermann Rößler aus Waldsassen wurde Kassier.

Trotz der persönlichen Erfolge von Ernst Dietz gingen bereits ab 1967 die Mitgliederzahlen stetig zurück. 1971 zählte die JU im Altlandkreis Tirschenreuth nur noch 410 Mitglieder. Der Tiefstand wurde 1977 mit 309 Mitgliedern erreicht. Jedoch muss erwähnt werden, dass 1970 das JU-Alter von 40 auf 35 Jahre abgesenkt wurde. Für den Rückgang der Mitgliederzahlen dürfte auch das Tief der CDU/CSU auf Bundesebene mit eine Rolle gespielt haben. Im Jahr 1969 kam die SPD in Bonn an die Macht.

Im Jahr 1975 wurde Simon Wittmann, späterer MdB und jetziger Landrat von Neustadt, zum Bezirksvorsitzenden der JU Oberpfalz gewählt. Der JU-Kreisverband unterhielt laufend ein ausgezeichnetes Verhältnis zum damaligen Bezirksvorsitzenden. Im Jahr 1974 wurde Dietz mit 60 Prozent der Stimmen als MdL bestätigt. Von 1969 bis 1971 war Hans Ockl aus Tirschenreuth und Hans Schraml aus Waldsassen Stellvertreter. Schriftführer war Wolfgang Stamm aus Pechbrunn. Das Amt des Kassiers hatte Hans Bäuml aus Tirschenreuth inne.

1971-1972 waren Wolfgang Stamm und Rudolf Völklein aus Tirschenreuth Stellvertreter. Kassier war damals Franz Negratschker aus Schönhaid. 1974-1977 war Herbert Rubenbauer und Hans Schöner aus Waldsassen Stellvertreter. Schriftführer war Karl Scheidler aus Tirschenreuth, Protokollführer war Kurt Greitzke aus Premenreuth und Kassier war Hermann Rößler aus Waldsassen.

Auch rief Ernst Dietz im Jahre 1969 folgende Arbeitskreise ins Leben: – Agrarpolitik – Bildungspolitik – Kommunalpolitik – Wirtschafts- und Sozialpolitik

Die Arbeitskreise waren ab dieser Zeit ein wichtiger Bestandteil der JU. In den Arbeitskreisen wurden und werden immer noch wichtige Sachthemen und Veranstaltungen vorbereitet und diskutiert.