Chancen des Brexit nutzen: Antrag aus Tirschenreuth

Durch den Brexit sehen engagierte Politiker in der Nordoberpfalz eine geeignete Gelegenheit, Verbesserungen in der EU herbeizuführen. Auf Initiative der Jungen Union (JU) und der Mittelstandsunion (MU) im Landkreis Tirschenreuth wird deshalb ein Antrag an den CSU-Parteivorstand auf dem Parteitag im November gestellt werden, in dem die Zusammenlegung der Arbeitsstandorte des europäischen Parlaments gefordert wird. Dadurch sollen die Steuerzahler durch die Beendigung des „Wanderzirkus“ zwischen Brüssel, Straßburg und Luxemburg entlastet werden. Um den dennoch der historischen Bedeutung dieser Standorte gerecht zu werden, bietet die Verlagerung von Behörden, die bisher in Großbritannien ansässig waren, laut dem JU-Kreisvorsitzenden Matthias Grundler eine gute Chance.

Deutschland bewirbt sich nach Informationen von JU-Bezirksvorsitzenden Christian Doleschal bei der EU-Agenturen-Verlagerung im Zuge des Brexit mit zwei Standorten: In Bonn soll die Arzneimittelagentur EMA und in Frankfurt die europäische Bankenaufsicht EBA ihren neuen Sitz finden. Für MU-Kreisvorsitzenden Leonhardt Zintl sind derartige Standortentscheidungen ein Treiber für die Wirtschaft in den jeweiligen Städten. Neue Arbeitsplätze entstehen durch die Institutionen selbst und im Fremdenverkehr wegen der zahlreichen Teilnehmer an den jeweiligen Veranstaltungen.

Im Bild von rechts: Leonhard Zintl (Kreisvorsitzender Mittelstandsunion, Waldeck), Christian Doleschal (Bezirksvorsitzender JU Oberpfalz, Brand), Matthias Grundler (Kreisvorsitzender JU Tirschenreuth, Falkenberg)