Christoph Hörls Meinung zählt bei der JU

Christoph Hörls Meinung zählt bei der JU

Christoph Hörl aus Pullenreuth ist neues Mitglied im Bundesvorstand der Jungen Union. Welche Aufgaben er dort hat und was er besonders an seiner Heimat schätzt, erzählt er der OM-Mitarbeiterin Susanne Forster im Interview.

Der gelernte Wirtschaftsprüfer, der acht Jahre als Bezirksgeschäftsführer der JU Oberpfalz tätig war, hat eine neue Aufgabe: Sein Amt als Mitglied im Bundesvorstand der JU Deutschland trat er am 5. Oktober offiziell an. Um den Oberpfälzer besser kennenzulernen, haben wir ihm ein paar Fragen gestellt.

ONETZ: Herr Hörl, hat Sie die Wahl überrascht?

Christoph Hörl: Ich wurde schon im November vergangenen Jahres von der Landesversammlung der JU Bayern vorgeschlagen und nominiert und habe eine gewisse Vorbereitungszeit gehabt. Aber ich habe mich natürlich gefreut, dass ich gewählt wurde.

ONETZ: Mussten Sie sich für das Amt bewerben?

Christoph Hörl: Mein Vorgänger, Marius Mauerer, hat angekündigt, dass er nach sechs Jahren Amtszeit nicht mehr kandidieren möchte. Ich habe dann meine Bereitschaft signalisiert und wurde gefragt, ob ich kandidieren möchte.

ONETZ: Für welchen Zeitraum sind Sie nun gewählt?

Christoph Hörl: Gewählt bin ich für zwei Jahre. Die nächste Wahl findet im Herbst 2020 statt.

ONETZ: Werden Sie sich danach noch einmal für einen Posten im Bundesvorstand bewerben?

Christoph Hörl: Eine erneute Kandidatur wäre im Hinblick auf die Altersgrenze schon möglich. Ich möchte aber erstmal die zwei Jahre gut machen und danach sehen, wie es wird.

ONETZ: Auf was freuen Sie sich besonders bei Ihrer neuen Aufgabe?

Christoph Hörl: Ich freue mich besonders darauf, Themen für die junge Generation voranzubringen. Mit einem engagierten Gremium möchte ich die Chance nutzen, und mich vor allem für die Generation der Jungen Union einsetzen, sie vertreten und mich für deren Zukunft stark machen.

ONETZ: Sie arbeiten als Wirtschaftsprüfer. Werden Sie dieser Beschäftigung weiter nachgehen oder liegt der Fokus nun ganz auf dem neuen Amt?

Christoph Hörl: Nein, ich arbeite weiterhin in meinem Job als Wirtschaftsprüfer. Das Amt im Bundesvorstand ist ein reines Ehrenamt. Ich sehe es allerdings nicht als Verpflichtung, sondern es ist für mich eine Freizeitgestaltung. Mindestens zehn Wochenenden im Jahr gehen aber schon für das Amt drauf.

ONETZ: Arbeiten Sie von Zuhause aus, müssen Sie nach Berlin pendeln oder steht sogar ein Umzug bevor?

Christoph Hörl: Beruflich bin ich die meiste Zeit in München. Der Bundesvorstand trifft sich an verschiedenen Orten in Deutschland. Ein Umzug ist also nicht notwendig.

ONETZ: Welchen Posten und welche Aufgaben werden Sie nun im Gremium haben?

Christoph Hörl: Die Rolle nennt sich Beisitzer. Wir sind insgesamt 22 Personen, wobei jeder das gleiche Stimmrecht hat. Die Arbeit im Gremium ist nach Fachbereichen eingeteilt, wobei jedes Mitglied sich thematisch spezialisiert hat. Dazu wird dann inhaltlich gearbeitet, es werden Anträge geschrieben und Positionspapiere entwickelt. Dazu kommen Termine mit Fachexperten, um diese Papiere zu entwickeln. Dabei gehört auch das Reisen dazu, sowohl in Deutschland als auch im Ausland, um sich mit anderen Politikern zu treffen und Ideen auszutauschen. Die Reisen sind schon ein wichtiger Bestandteil, um auch einen Blick über den Tellerrand zu wagen. Der Bundesvorstand trifft sich bei acht bis zehn Sitzungen im Jahr.

 

Christoph Hörl: Sie sind auch Freunde für mich. Wir tauschen uns telefonisch oder per SMS aus und treffen uns auf Veranstaltungen. Ein gutes Verhältnis untereinander ist Voraussetzung für eine gute Zusammenarbeit und ist auch ein entscheidendes Merkmal der JU.

ONETZ: Sie haben sich die Schwerpunkte in Wirtschaft-, Finanz- und Sozialfragen gesetzt. Warum haben Sie gerade diese Bereiche ausgewählt?

Christoph Hörl: Aufgrund meines BWL-Studiums und meiner beruflichen Tätigkeit. Dazu kommen mein persönliches Interesse und mein Fachwissen in diesen Bereichen. Die Bereiche Rente und Versorgung im Rahmen der Sozialpolitik finde ich sehr interessant und sehe sie als wichtige Themen. Erst vergangene Woche habe ich mit Kollegen ein Rentenkonzept besprochen.

Christoph Hörl: Weil ich beide Welten kennenlerne. Ein wichtiges Thema für mich ist, dass es jedem Bürger möglich sein sollte, Eigentum zu schaffen. Das ist auf dem Land natürlich einfach als in der Stadt. Für den ländlichen Raum ist es wichtig, dessen Stärken herauszustellen. Er muss sich, zum Beispiel im Vergleich zu München, nicht verstecken. Es ist ein attraktiver Lebensraum, wir haben tolle Unternehmen und durch die Behördenverlagerung entstehen neue Arbeitsplätze. Wir auf dem Land müssen selbstbewusst auftreten, denn es ist eine tolle Region mit vielen Freizeitangeboten und Arbeitsplätzen.

ONETZ: Wie lange sind Sie schon Mitglied der JU und was hat Sie zu Ihrer politischen Karriere bewogen?

Christoph Hörl: Mitglied bin ich schon seit über zehn Jahren. Acht Jahre davon war ich Bezirksgeschäftsführer, habe das Amt im Vorjahr aber in jüngere Hände abgegeben. Der Ursprung meiner Mitgliedschaft liegt in meiner Studentenzeit und entstand durch meinen Freundeskreis, der damals schon in der JU tätig war. Dadurch hat sich auch mein Interesse entwickelt, weil ich Spaß daran gefunden und neue Leute kennengelernt habe, die zu Freunden wurden.

ONETZ: Waren Sie schon immer engagiertes Mitglied?

Christoph Hörl: Ja, ich war schon zu meinen Anfangszeiten sehr engagiert. Zuerst war ich auf Ortsebene und dann auf Kreisebene tätig. Im Jahr 2009 wurde ich dann zum Bezirksgeschäftsführer ernannt.

ONETZ: Sind Sie auch weiterhin für die JU Oberpfalz tätig?

Christoph Hörl: Ja, ich bin weiterhin aktives und engagiertes Mitglied, jedoch liegt mein Schwerpunkt jetzt natürlich auf dem Posten im Bundesvorstand.

ONETZ: Sind sie verheiratet? Haben Sie Kinder?

Christoph Hörl: Weder noch – aber ich befinde mich in einer langjährigen Beziehung.

ONETZ: Bitte beschreiben Sie sich in drei Worten.

Christoph Hörl: Ich bin verlässlich, ein Teamplayer und ausdauernd.

ONETZ: Wo findet man Sie in Ihrer Freizeit?

Christoph Hörl: Beim Wandern, am liebsten im Steinwald oder im Fichtelgebirge, denn da kann ich quasi von meiner Haustüre aus loslaufen. Das vermisse ich schon, wenn ich in München bin, denn da stehe ich oft im Stau und habe lange Autofahrten. Ich bin sehr heimatverbunden und genieße die Zeit zu Hause, denn manchmal möchte ich einfach mal raus aus der Stadt. Auf dem Land schätze ich vor allem die Freiheiten, die man dort hat, die Ruhe und die Lebensqualität.

ONETZ: Bitte beenden Sie den folgenden Satz: Die Oberpfalz ist für mich…

Christoph Hörl: … Heimat, Zukunftsregion und die schönste Ecke Bayerns.

 

Quelle: Der Neue Tag