Einsatz für grenzüberschreitenden Rettungsdienst

Einsatz für grenzüberschreitenden Rettungsdienst

Der grenzüberschreitende Rettungsdienst befindet sich in einer Grauzone. Dies war das Ergebnis einer Veranstaltung des JU-Kreisverbandes im April dieses Jahres. Damit sich dies ändert, hat die JU nun den bayerischen Innenminister Dr. Günther Beckstein um Unterstützung gebeten. 

In dem Anschreiben an den bayerischen Staatsminister weist der JU-Kreisvorsitzende Benjamin Zeitler darauf hin, dass es im Bereich des grenzüberschreitenden Rettungsdiensts einen großen Handlungsbedarf gebe. Zwar seien in der Praxis und in der tagtäglichen Arbeit im Rettungswesen viele Beispiele zu nennen, wie durch Eigeninitiative die Zusammenarbeit gut funktionieren kann, doch gebe es auch „Probleme, rechtliche Lücken und Unklarheiten“. 

Zwar gebe es schon Initiativen, aber bisher ist noch kein Staatsvertrag zwischen Bayern, Sachsen und der Tschechischen Republik zustande gekommen. Deshalb will die Junge Union nicht nur erfahren, in welchem Stadium sich die Verhandlungen dazu befinden, sondern bittet den Minister auch um eine schnelle Lösung dieser Probleme. 

Allerdings beschränkt sich die Junge Union nicht nur auf den Rettungsdienst, auch die gesamte grenzüberschreitende Gesundheitsversorgung könne grenzüberschreitend organisiert werden – zum Vorteil für beide Seiten. Sollte das bayerische Innenministerium Überlegungen in diese Richtung haben, betont die Junge Union, dass sich „die nördliche Oberpfalz zusammen mit den tschechischen Nachbarn als eine Musterregion in diesem Bereich“ anbieten würde, da die engagierten Helfer, Einsatzkräfte und Verantwortlichen vor Ort schon viele Erfahrungen in der grenzüberschreitenden Arbeit gesammelt hätten. 

Mit dem Schreiben will der JU-Kreisverband Tirschenreuth den bayerischen Staatsminister nochmals anhalten, dass schrittweise eine Lösung dieser grenzüberschreitenden Probleme angegangen wird. Dabei arbeitet die Junge Union auch immer in enger Kooperation mit Bernd Sommer, den AOK-Beauftragten für Internationale Beziehungen, zusammen, um auch fachlich stets gut informiert zu sein. Gemeinsam wollen sie das Thema grenzüberschreitende Gesundheitsversorgung weiter auf der Tagesordnung behalten. Denn „letztlich haben alle Bürger, ob im Landkreis Tirschenreuth oder in der Tschechischen Republik, einen Vorteil von grenzüberschreitenden Kooperationen“, betonte Zeitler.