Europa-Spitzenkandidat Christian Doleschal wirbt für starke Beteiligung an Europawahlen

Christian Doleschal Neujahrsempfang 2019

Viele Neujahrsempfänge zu Beginn des neuen Jahres sind von der bevorstehenden Europawahl geprägt. Unser JU-Spitzenkandidat für die Europawahl in Bayern, Christian Doleschal, wirbt leidenschaftlich dafür, „Europa nicht den Populisten und Angstmachern zu überlassen“. 

Die Wahl werde zentrale Auswirkungen auf Deutschland, Bayern und damit auch auf die Oberpfalz und den Grenzraum zu Tschechien haben, sagte der 30-jährige Nordoberpfälzer, von Beruf Rechtsanwalt bei der Firma Markgraf.

Natürlich weiß auch er, dass viele Bürger der EU mit Skepsis begegnen. Gerade die Überregulierung ist den Menschen ein Dorn im Auge. Man brauche keine EU, die sich in kleinste Angelegenheiten einmische, wenn vor Ort besser und praxisnäher entschieden werden könne, betonte Doleschal deshalb und nannte als Beispiel eine nicht nachvollziehbare Regulierungswut. Gleichzeitig forderte er eine gerechte Verteilung der Finanzlasten auf der Grundlage finanzpolitischer Realitäten.

Doch es gebe auch viel Positives über die Europäische Union zu berichten, merkte der Redner an. Als Beispiel nannte er die Roaming-Gebühren, das beschlossene Ende der Zeitumstellung, die Kampfansage an den Plastikmüll und den starken Euro. Eine stabile Währung gewährleiste Wirtschaftswachstum und Beschäftigungssicherheit. Es sei zwar nicht alles Gold, was glänzt, erklärte Doleschal. Deshalb bestehe Renovierungsbedarf. Aber "das Haus Europa einzureißen", wäre ein fatales Signal für den Niedergang eines alles in allem bewährten Gemeinschaftswerks.

Heute sei auch ein Europa mit vielen Grenzen nicht mehr vorstellbar, erinnerte der Kandidat mit Blick auf die Nähe zu Tschechien. Die Bewegungsfreiheit über Grenzen hinweg sei mittlerweile selbstverständlich. Allerdings müsse die europäische Politik auch Garantien schaffen, um die organisierte Kriminalität und den Terrorismus wirksam zu bekämpfen. Nur bei sicheren Außengrenzen seien Sicherheit und Freizügigkeit möglich. Wichtig ist für den "Europa-Mann" auch der Gemeinschaftsgeist. Zusammenwachsen lassen, was zusammen gehört, lautet seine Devise. Darunter versteht der Redner ein Europa christlicher Prägung: "Wir können uns nicht ewig erweitern, sondern müssen auf die gemeinsamen Wurzeln schauen und auf die Wertegemeinschaft achten."

Sein Plädoyer gehörte schließlich der bäuerlichen Landwirtschaft und der Digitalisierung. "Die typisch bayerische Struktur der landwirtschaftlichen Familienbetriebe muss erhalten bleiben", forderte Doleschal, der auch die Junge Union Oberpfalz führt. Nur so könnten die Herstellung hochwertiger Lebensmittel und die einzigartige bayerische Kulturlandschaft gesichert werden.

Auf europäische Antworten warte ebenso das Thema Digitalisierung. Der Redner forderte eine gemeinsame Strategie der Cyber-Sicherheit, um dem weltweiten Datenklau zu begegnen. Sein Schlussplädoyer gehörte den Besuchern und der Wählerschaft. Wer Stabilität, Frieden und gute Nachbarschaften wünsche, müsse mit aller Kraft die Gefahr von rechts eindämmen und für ein stolzes Bayern eintreten.