Feuerwehr braucht dringend Nachwuchs

Feuerwehr braucht dringend Nachwuchs

Der Kreisverband der Jungen Union Tirschenreuth hat im Rahmen seiner “Power-Tage” die Freiwillige Feuerwehr in Waldershof besucht. Im Gespräch mit dem Kommandanten Stefan Müller wurde ein breites Spektrum der Feuerwehr-Arbeit beleuchtet. 

Ganz aktuell war das Thema Heckabsicherung. Diese war bis vor kurzem nicht für den Einsatz zugelassen, jetzt aber ist diese wichtige Absicherung wieder erlaubt. Vor allem bei Autobahn-Einsätzen ist eine Sichtbarkeit schon weit vor der Unfallstelle oft lebenswichtig, auch für die Retter selbst. 

Die Gewinnung von ehrenamtlichen Feuerwehrleuten gestaltet sich immer schwieriger. Viele Arbeitgeber stellen ihre Mitarbeiter nicht mehr so einfach zu Einsätzen frei und daher muss bei Einsätzen tagsüber oft auf viele Aktive verzichtet werden. Hier will man sich damit behelfen, dass aktive Feuerwehrleute aus anderen Orten, die in Waldershof arbeiten, mit für Waldershof ausrücken. 

Wichtig ist auch die Gewinnung von jungen Nachwuchskräften. Auch hier spürt man einen deutlichen Rückgang. Trotz eines relativ niedrigen Einstiegsalters gelingt es nicht immer, junge Mädchen und Jungen für den Feuerwehrdienst zu begeistern. Vor allem im mittleren Altersbereich fehle es an Personal, so Stefan Müller. Die Mitgliederwerbung erstreckt jetzt verstärkt auch auf Frauen, die noch sehr unterrepräsentiert sind. 

Mit einer Führung durch das Gerätehaus und einer Unterweisung in den verschiedenen Fahrzeugen und Gerätschaften schloss der Besuch. Als Fazit kann man festhalten, dass gerade diejenigen Ehrenamtlichen von Bürokratie entlastet werden sollten, die für die Sicherheit ihrer Mitmenschen ihre Freizeit opfern. Eine angemessene Ausstattung durch die Kommunen ist Grundvoraussetzung, auch wenn der Feuerwehrverein viele Eigenmittel mit einbringt.