Frischer Wind für die CSU: JU-Jubiläum

Frischer Wind für die CSU JU-Jubiläum

Viel Anerkennung und Lob für die geleistete Arbeit heimste die Junge Union ein. Bei Weißwurst, Bier und fetziger Volksmusik der Four Crawallos und nach einem gemeinsamen Gottesdienst im Pfarrheim feierte der Ortsverband Immenreuth sein 30-jähriges Bestehen und der Kreisverband Tirschenreuth sein 60jähriges Jubiläum.

Die Tatsache, dass dem 30. Jubiläum ein Gottesdienst vorangestellt wurde, untermauert nach den Worten von Kreisvorsitzendem Benjamin Zeitler, dass die Junge Union kein frei schwebender Verband ist, sondern auf der Grundlage fester Werte ihre Kraft schöpft. Der 30. Geburtstag stelle aber auch einen Teil des 60-jährigen Bestehens eines sehr lebendigen Kreisverbandes dar, der von 24 aktiven Ortsverbänden als Motor und Impulsgeber angetrieben wird. Zeitler betonte, dass die Ortsverbände der Jungen Union in den Orten fest verankert seien und für eine zukunftsorientierte Politik der Heimat kämpften.

Hohe Wertschätzung

Die Glückwünsche des Landtagsabgeordneten Herbert Rubenbauer überbrachte Tobias Reis. Er knüpfte an die Predigt zum Erntedankfest von Pater Amevor an, der sagte, es müsse für viele Dinge Dank gesagt werden, die nicht mit Geld zu bezahlen sind, wie Solidarität und Freundschaft. Dies mache auch das Lebensgefühl der Jungen Union aus, so Reis.

Als Wertschätzung, die der Jungen Union entgegengebracht wird, stufte Lothar Porst, Vorsitzender der örtlichen CSU, den tollen Besuch ein. Die CSU sei in der glücklichen Lage, frischen Wind und Ideen von der Jungen Union zu erhalten. Neue Angebote und Dienstleistungen bereicherten das Leben. Frischen Wind bringen die Informationsbroschüren Peanuts und der beliebte Gemeindekalender.

Im Jahr 1955 habe es die ersten Aktivitäten der CSU-Nachwuchsorganisation in der Gemeinde gegeben, berichtete JU-Vorsitzender Bernhard Söllner. Der Kreisverband Kemnath wurde am 10. Juli 1955 im einstigen Gasthaus Reger ins Leben gerufen. Ihm gehörten ebenso Mitglieder aus dem Gemeindebereich an. Eduard Rauch war langjähriger Vorsitzender des Kreisverbandes.

Erst auf Initiative von Hermann Melzner wurde 1977 der erste Ortsverband ins Leben gerufen. 23 junge Leute waren von der ersten Stunde an entschlossen, nicht untätig zu bleiben. Jährlich standen zwei öffentlichkeitswirksame Veranstaltungen auf dem Programm. Daneben wurden Schilder für die Langlaufloipe gemalt, Gartenfeste, Preisschafkopfabende und Diskos organisiert, die Christbaumabholaktion ins Leben gerufen.

Ein Ballonwettflug knüpfte über Jahre hinweg enge Verbindungen zu einer Familie in der ehemaligen DDR. Als nach acht Jahren Bernhard Kreuzer die Führung abgab, wurde es etwas ruhiger, betonte Bernhard Söllner. CSU-Vorsitzender Josef König reaktivierte 1996 die JU. Roman Melzner stellte ein schlagkräftiges Team auf. Peanuts und der Gemeindekalender wurden ins Leben gerufen.

Bernhard Söllner legte Wert darauf, dass mit Peanuts die Bürger objektive Informationen erhalten. “Sticheln” müsse aber auch erlaubt sein. Fantasy-Game und die Nikolausaktionen seien aus dem Programm der JU nicht mehr weg zu denken. Die Leistung der JU honorierten die Wähler 2002 mit der Wahl von Roman Melzner zum Gemeinde- und Kreisrat.

Bernhard Söllner selbst übernahm noch im gleichen Jahr die Führung der Jungen Union. Ihm gelang es, die Mitgliederzahl von 22 auf 72 zu steigern. Bezogen auf die Einwohnerzahl gehört Immenreuth zu den größten Verbänden im Landkreis. Seit dem vergangenen Jahr bietet die JU mehrtägige Reisen an. Berlin und der Europark Rust waren bisher Ziele. Politisches Ziel der JU ist es, bei der Kommunalwahl 2008 zusammen mit der CSU die Mehrheit im Gemeinderat zu erobern.
(Bernhard Kreutzer)