Hervorragend aufgestellt

Hervorragend aufgestellt

JU-Kreisvorstand informiert sich bei den Stadtwerken über Fernwärme und Gebäudeleittechnik

Erbendorf. (njn) Wie der Landkreis Tirschenreuth energiepolitisch aufgestellt ist, damit beschäftigt sich seit längerem der Kreisverband der Jungen Union (JU). Bei einer Besichtigung der Stadtwerke Erbendorf standen die Kraftwerktechnik, das Fernwärmenetz und die Gebäudeleittechnik im Mittelpunkt.

Beeindruckt zeigten sich die Teilnehmer von der Konzeption und den bisher getätigten Investitionen im Energiebereich von rund 3,5 Millionen Euro. „Energiewirtschaftlich sind die Stadtwerke hervorragend aufgestellt“, stellte Bürgermeister Hans Donko fest, der die Gäste in den Geschäftsräumen der Stadtwerke in der Bräugasse begrüßte.

Abwärme fürs Schwimmbad

Donko zeigte die Anfänge der Wärmeversorgung auf, die mit dem Bau der Wohnsiedlung Brückelpoint im Frühjahr 2007 begann, wo die Stadt damals 71 Häuser für die Vermietung an die US-Armee errichtete. „Damals wurden vom neu errichteten Blockheizkraftwerk am Stadtbad rund 1000 Meter Versorgungsleitungen und 2000 Meter Hausanschlussleitungen in das damalige Baugebiet verlegt.“ Der Standort habe sich auch deshalb angeboten, da die Abwärme für die Beheizung der Schwimmbecken zur Verfügung steht.

Wie der Rathauschef weiter ausführte, bekundeten nachfolgend zahlreiche große Abnehmer wie die Gemeinnützige Baugenossenschaft, das Caritas-Altenheim und die Steinwald-Klinik ihr Interesse an einem Anschluss. „Mit den Anschluss der öffentlichen stadteigenen sowie zahlreicher privater Gebäude sind bisher etwa 5500 Meter Fernwärmeleitungen verlegt worden“, so Donko. Mit dem geplanten Anschluss des Wirtschaftsbetriebs
der Steinwald-Gastro-Bau- und Betriebs GmbH im Stadtpark werde der Fernwärmeleitungsbau in diesem Jahr sein vorläufiges Ende finden.

Die Vergrößerung des Fernwärmenetzes machte nach den Worten des Redners eine Erweiterung der Energieerzeugung notwendig. So entstand beim Stadtbad ein neues Bio-Erdgas-Blockheizkraftwerk mit einer thermischen Leistung von 513 Kilowatt (KW) und einer elektrischen Leistung von 404 (KW). „Die Gesamtfeuerungsleistung dieser Anlage beträgt 980 KW bei einer Laufzeit von rund 7400 Stunden im Jahr.“ Das mit Palmöl betriebene ältere Blockheizkraftwerk habe eine thermische Leistung von 350 KW und eine elektrische von 390 KW, die eine Gesamtfeuerungsleistung von 946 KW bei einer Laufzeit von jährlich 7500 Stunden ergeben.

Zugriff auf alle Gebäude

Stadtwerke-Mitarbeiter Dr. Gerd Schlamann erläuterte den technischen Hintergrund der Energie- und Wärmeversorgung, die zentral über eine computergesteuerte Gebäudeleittechnik gemanagt wird. So könne in der Geschäftsstelle das gesamte System überwacht werden. „Aktuelle Daten der Wärme- und Stromerzeugung können hier ebenso schnell eingesehen werden wie auch der Verbrauch von Betriebsstoffen“, erläuterte Dr. Schlamann. Außerdem sei ein Zugriff auf die angeschlossenen Gebäude möglich, um unter anderem die Verbrauchswerte an Energie und Wasser abzufragen.

Abschließend wies Bürgermeister Donko auf die Nachhaltigkeit der Wärmeversorgung hin. So erreichten die Blockheizkraftwerke durch die gleichzeitige Erzeugung von Strom und Wärme einen wesentlich höheren Gesamtwirkungsgrad als beispielsweise Einzelheizungen in Gebäuden. Zudem setzen die Stadtwerke ausschließlich nachhaltig produzierte Brennstoffe aus nachwachsenen Rohstoffen ein. Bürgermeister Donko merkte an, dass der Bereich Fernwärme als eins von zehn Unternehmen der Stadtwerke betrieben werde. „Eine weitere Sparte der Stadtwerke ist auch der Bereich Photovoltaikanlagen, die auf den Liegenschaften der Stadt eine
Gesamtleistung von rund 600 KWpeak erzielen.“

Stellvertretender Kreisvorsitzender Dominik Vollath dankte Donko für seine aufschlussreichen Ausführungen und überreichte ihm ein Präsent.

Quelle: Der Neue Tag