Jahresabschluss 2017

Das vergangene Jahr war politisch ein sehr bewegendes und ein anstrengendes noch dazu. Traditionell lud die Junge Union im Landkreis zum Jahreswechsel ihre Mitglieder ein, um 2017 Revue passieren zu lassen und sich auf das Wahljahr 2018 einzustimmen.

Über 200 Mitglieder und zahlreiche Gäste aus benachbarten Kreisverbänden und die regionale CSU-Prominenz konnte Kreisvorsitzender Matthias Grundler im „Kramer-Stodl“ in Falkenberg begrüßen. Darunter auch Landtagsabgeordneten Tobias Reiß, stellvertretenden Landrat Dr. Alfred Scheidler, sowie JU-Ehrenvorsitzenden und Mitterteichs Bürgermeister Roland Grillmeier. Ein wichtiges Zeichen, wie der Kreisvorsitzende eingangs betonte, denn die Zusammenarbeit der verschiedenen Ebenen und Arbeitsgemeinschaften, aber ganz besonders auch mit den benachbarten Kreisverbänden, liege ihm sehr am Herzen. Die Interessen der jungen Generation würden stärker berücksichtigt, wenn man an einem Strang ziehe und auch starke Vertreter in allen Ebenen habe. In diesem Sinne gratulierte er Christian Doleschal aus Brand nicht nur zur Wiederwahl als Vorsitzenden der JU-Oberpfalz im vergangenen Jahr, sondern auch zum erneuten Einzug als jüngster als Beisitzer in den CSU-Parteivorstand. Mit Johannes Klinger, Laura Zeitler und Felix Kirchberger habe man darüber hinaus weitere engagierte Vertreter im JU-Bezirksvorstand.

Der Kreisvorsitzende blickte zunächst auf die Bundestagswahl im vergangenen September zurück. „Politisches Chaos können wir nicht gebrauchen, es braucht endlich verlässliche Verhältnisse in Berlin um die großen Herausforderungen anzugehen“, bedauerte Matthias Grundler das schlechte Wahlergebnis der Union und nahm Bezug auf die schwierige Regierungsbildung mit der SPD. Im Wahlkampf waren es vor allem die Jungen, so Grundler, die enormen Einsatz gezeigt hatten. Gemeinsam mit den JU-Kollegen aus Weiden und Neustadt hatte man zur Bundestagswahl über 6.000 Haushalte besucht und für die bayerischen Positionen geworben. Grundler würdigte den Einsatz der Wahlkämpfer und hob stellvertretenden für alle das Engagement von Sandra Kellermann (Erbendorf) und Markus Schreyer (Kemnath), sowie der Weidner JU-Kreisvorsitzenden Maria Sponsel hervor, die an tausenden Haustüren vor Ort waren.

Zahlreiche weitere Aktionen prägten das Vereinsjahr. So konnte man die Gründung des JU Kreisverbandes durch den späteren Landrat Franz Weigl, Rudi Kastl oder auch Meinhard Reiser vor 70 Jahren feiern, anlässlich dessen der Leiter der CSU-Grundsatzkommission,  Landtagsabgeordneter Markus Blume, zum Festabend in das Josefsheim nach Mitterteich gekommen war. „Seit 70 Jahren kämpft die Junge Union im Landkreis Tirschenreuth nun schon für die Anliegen der jungen Generation“, ermutigte der Kreisvorsitzende die Mitglieder sich einzubringen. „Darauf können wir stolz sein“, so Grundler weiter. Gemeinsam mit dem Ortsverband Ebnath, der sein 50-jähriges Bestehen damit feierte, organisierte man anlässlich des Jubiläums auch eine gut besuchte 90-er Party im Sommer. Darüber hinaus habe man im vergangenen Jahr im sozialen Bereich einen Schwerpunkt gelegt. Ehren- und Hauptamtlichen Kräften aus der Asyl- und Integrationsarbeit bot man im Kemnather Familienzentrum „Mittendrin“ im Juli eine Plattform zum Meinungsaustausch mit Kerstin Schreyer, der Integrationsbeauftragten der Bayerischen Staatsregierung. Ebenfalls auf dem Programm stand die Besichtigung der Palliativstation auf dem Felixberg in Neustadt, sowie ein Informationsabend zur Kinderkrebshilfe Nordoberpfalz mit anschließender Spendenübergabe. Zu Weihnachten habe der Kreisverband vor drei Jahren eine Spendenaktion ins Leben gerufen, bei der auch in diesem Jahr unter anderem wieder den Kindern im SOS-Kinderdorf in Immenreuth eine kleine Freude bereitet werden konnte. „Immer wieder auch an die Menschen zu denken, denen es nicht so gut geht, ist wichtig“, betonte Matthias Grundler. 

Landtagsabgeordneter Tobias Reiß dankte der JU für den Einsatz und die Initiativen, die sie auch innerhalb der CSU ergreift. Beispielhaft nannte der Redner die Forderung nach einem Baukindergeld für junge Familien oder die Arbeitsgemeinschaften übergreifende Mitgliederwerbung. Mit Blick auf Berlin betonte der CSU-Kreisvorsitzende, dass der Einfluss der CSU auf die Bundesregierung für Bayern von enormer Bedeutung sei, darum setze die CSU darauf, eine stabile Regierung zu bilden. Die Vorsitzende der Frauen Union im Landkreis Tirschenreuth, Tina Zeitler, dankte der JU für den großen Zusammenhalt und den gemeinsamen Einsatz für Familien.

Für die anstehenden Landtags- und Bezirkstagswahlen wünschte sich JU-Kreischef Matthias Grundler von allen Mitgliedern und Ortsverbänden vollen Einsatz und forderte Überzeugungsarbeit zu leisten, um insbesondere die junge Generation für die Wahlen am 14. Oktober zu gewinnen. „Mit Markus Söder bekommen wir einen absoluten ‚Macher’ als neuen Ministerpräsidenten“, zeigte sich Grundler vom personellen Neuanfang in der CSU überzeugt. Schwung für den Wahlkampf will man sich in diesem Sinne auch beim Politischen Aschermittwoch in Passau am 14. Februar holen, zu dem der Kreisverband einen Bus mit Zustiegen in Mitterteich und Tirschenreuth organisiert. Erstmals wird dort der designierte Ministerpräsident Söder eine der Haupterden halten. Aber auch aus Verbandssicht steht dieses Jahr eine Weichenstellung an, denn mit Christoph Hörl aus Pullenreuth schickt die JU Bayern einen nordoberpfälzer als Kandidaten für den Bundesvorstand der Jungen Union bei den Wahlen im kommenden Herbst ins Rennen.