JU-Arbeitskreis Kommunalpolitik bei Bürgermeister Stahl

JU-Arbeitskreis Kommunalpolitik bei Bürgermeister Stahl

Der Arbeitskreis Kommunalpolitik des JU-Kreisverbandes war im Rahmen der „Kommunalpolitischen Wochen“ bei Bürgermeister Franz Stahl zu Gast. „Für unsere Mitglieder ist dies eine gute Möglichkeit sich über die verschiedenen Städte und Gemeinden im Landkreis zu informieren“, stellte Christian Doleschal die „Kommunalpolitischen Wochen“ vor.

Bürgermeister Franz Stahl ging bei der Vorstellung der Kreisstadt auf die Idee des Stadtentwicklungskonzepts ein. Dieses Konzept sei der „rote oder besser schwarze Faden“, an dem die Stadt ihre Arbeit ausrichtet. Die Entwicklung der Stadt ist von mehreren Faktoren abhängig. Franz Stahl nannte dabei die „weichen Standortfaktoren“ Ehrenamt und soziales Gefüge ebenso wie Städtebau, Wirtschaft und Tourismus.

Vor allem die städtebaulichen Veränderungen seien in der Kreisstadt deutlich sichtbar, so Franz Stahl. Die Neugestaltung des Marktplatzes und die Sanierung des Bahnhofsareals mit dem neuen Kreisverkehr sind dabei zu nennen. 
Auf dem Gelände der ehemaligen Bahnanlage entstehen nach derzeitigen Planungen ein Verwaltungsgebäude der Raiffeisenbank, die neue Polizeiinspektion und das Amt für ländliche Entwicklung (ALE). Während beim Bau der Polizeiinspektion mit einem Baubeginn nicht vor 2013 zu rechnen ist, sieht Bürgermeister Franz Stahl eine gute Chance auf einen Spatenstich beim Bau des ALE noch in diesem Jahr.

Das große Aushängeschild der Kreisstadt aber soll die „Natur in der Stadt“ werden. Die Gartenschau ist nach dem Verständnis von Franz Stahl kein Projekt, das nur auf einige Monate angelegt ist, sondern weitreichende Entwicklungen anstoßen soll. Nach dem Abschluss der Planungen und ersten Vorarbeiten, wird in den kommenden Wochen mit dem Teichbau (Fischhof) begonnen.

Verstimmt war Franz Stahl über das Landratsamt in den vergangen Wochen. Durch „Banalitäten“ und „Nebenkriegsschauplätze“ sei es zu Verzögerungen gekommen.
Er habe aber auch positive Erfahrungen mit der Verwaltung gemacht, die engagiert verschiedene Vorhaben unterstützt hat.

Auf Landkreisebene vermisst Franz Stahl eine einheitliche Linie in Sachen Tourismus. Es müsse möglich sein, die verschiedenen regionalen Gruppen an einen Tisch zu bringen. Nach Vorstellungen von Franz Stahl muss der Landkreis „mit einer Marke Landkreis Tirschenreuth“ beworben werden. Auch sprach er sich für „Botschafter des Landkreises“ aus. Diese Personen sollen zu einer positiven Darstellung des Landkreises beitragen.

„Absolute Defizite“ erkannte der stellvertretende Landrat beim Angebot von Hotels im Landkreis. Urlaub auf dem Bauernhof und in privaten Pensionen werde von den Gästen zwar hervorragend angenommen, das Angebot an Hotels ist jedoch überschaubar. Bürgermeister Franz Stahl hofft durch den Bau eines Hotels im Rahmen der „Natur in der Stadt“ diesem Missstand entgegenwirken zu können.