JU in Falkenberger Burg

JU in Falkenberger Burg

Die Falkenberger Burg, das Wahrzeichen für die ganze Region, steht zum Verkauf. Vielfache Lösungen sind dabei im Gespräch unter anderem auch ein kommunaler Ankauf. Um sich persönlich ein Bild von der Situation zu machen, besichtigte der JU-Kreisverband zusammen mit dem Bundestagsabgeordneten Albert Rupprecht und Bürgermeister Herbert Bauer die Burg.

Fritz Graf von der Schulenburg führte die Gruppe zunächst durch die Räumlichkeiten und erläuterte die historische Bedeutung der Burg für die gesamte Region. Erst im Jahr 1936 wurde die Burg von dem bekannten Friedrich Werner Graf von der Schulenburg aus den Ruinen wiedererrichtet. Der Erbauer selbst wurde im Zuge der Verfolgungen nach dem Hitlerattentat am 20. Juli 1944 als Mitglied des Widerstands hingerichtet.

Heute ist die Burg im Besitz einer Erbengemeinschaft bestehend aus Fritz Graf von der Schulenburg, seinem Bruder Stephan Graf von der Schulenburg, der in Frankfurt als Abteilungsleiter am Museum für angewandte Kunst arbeitet, sowie der 85-jährigen Mutter Sonnhild. Noch in diesem Jahr soll der Verkauf der Burg stattfinden. Auch die Gemeinde Falkenberg hat daran ein starkes Interesse und in diesem Jahr vorsorglich 600.000 Euro in den Haushalt eingeplant. Für Bürgermeister Herbert Bauer, der die Gruppe teilweise begleitete, war aber klar, dass ein Kauf nur in Frage käme, wenn von der Regierung der erwartete Zuschuss von 60% einträfe und der Landkreis und die Gemeinde sich die restlichen Kosten teilen würden.

Schließlich stehe auch noch die Renovierung der gesamten Anlage an und auch hier müssten alle möglichen Fördertöpfe genutzt werden. Albert Rupprecht, der schon mehrfach in diesem Fall tätig war, bot auch weiterhin seine Unterstützung an. Er werde weiterhin tatkräftig daran arbeiten, Bundesmittel für die Burg Falkenberg aufzutreiben.

Die JU-Kreisvorsitzende dankte zum Abschluss Fritz Graf von der Schulenburg für die ausführliche Führung und betonte die Herausforderungen, die in dem Burgverkauf lag. Letztlich müssten alle gemeinsam daran arbeiten, dass die Burg dauerhaft für die Region genutzt werden könne und von der Burg auch ein Mehrwert für die Region ausgehe.