JU-Kreisverband fordert Rücktritt von Bürgermeister Merkl als Kreisrat

Die Diskussion um die umstrittene Aussage von Bürgermeister Peter Merkl hinsichtlich eines Wechsels der Gemeinde Immenreuth in den Landkreis Bayreuth hält unvermindert an. Dies hat in der Jungen Union zu heftigen Irritationen geführt.

„Für junge Menschen, die alles dafür tun, in unserem Landkreis Tirschenreuth eine Arbeit-, Wohn- und dauerhafte Lebensstätte zu finden, ist die Aussage des Bürgermeisters Merkl ein Schlag ins Gesicht.“, so Kreisvorsitzender und Kreisrat Benjamin Zeitler. Er tue so, als könne man die Zugehörigkeit zu einem Landkreis wechseln wie sein Unterhemd.

„Doch wenn Herr Merkel solchen hochgradigen Unfug von sich gibt, dann sollte er diese Aussagen auch persönlich konsequent umsetzen. Der erste Schritt dazu ist die Rückgabe seines Kreisratsmandats und damit auch der Rückzug aus dem Kreisausschuss“, fordert Zeitler weiter. “Man muss die Glaubwürdigkeit hinterfragen, ob er denn in Zukunft sein Kreisratsmandat in vollstem Umfang zum Wohle des gesamten Landkreises einsetzen will, so wie es seinem abgelegten Eid entspricht”, ergänzt der stellvertretende JU-Kreisvorsitzende und Immenreuther Kreisrat Bernhard Söllner.

Verwundert zeigten sich die Jungpolitiker auch, dass von Seiten des SPD-Kreisverbands kein Kommentar zu diesen Aussagen zu vernehmen war. Schließlich müsste die SPD ja konsequenter Weise auch den Rückzug von seinem Stellvertreterposten als Kreisvorsitzenden einfordern. „Doch offensichtlich sind der SPD die Aussagen ihres Kollegen zu peinlich, als sie zu kommentieren“.

Die einzigen, die unter diesem Theater leiden müssten, seien die Immenreuther Bürgerinnen und Bürger. Schließlich werde hier versucht, mit dieser Scheindebatte von dem großen Dilettantismus abzulenken, mit dem Herr Merkel seit Jahren eine Lösung für das Immenreuter Freibad verhindert. Trotzdem forderten die JU´ler die Räte und Bürgermeister der umliegenden Orte auf, nicht nachzulassen, nach einem geeigneten Weg zu suchen, auch wenn Herr Merkel dazu nichts beisteuert bzw. jeden Lösungsansatz verhindert. Des Weiteren betonten die JU-Kreisräte Bernhard Söllner und Benjamin Zeitler, dass Herr Merkl bei Verlagerung der Förderschule nach Immenreuth ja auch nicht auf diese abstrusen Gedankenspiele gekommen sei. Mit seinen jetzigen Aussagen habe er sich nun aber aus der Solidargemeinschaft des Landkreises verabschiedet.

„Wer nicht mit Herzblut für unseren Landkreis einsteht und tagtäglich für die besten Lösungen sucht, soll auch dessen Gremien verlassen und Platz machen für engagierte Menschen, die Ihren Wählerauftrag ernster nehmen“, betonten die JU´ler abschließend.