Jubiläum mit allen Ehrenkreisvorsitzenden

Jubiläum mit allen Ehrenkreisvorsitzenden

Kurz nach dem Krieg gründeten tapfere Männer den JU-Kreisverband. Heute, 60 Jahre später, ist der JU-Kreisverband Tirschenreuth mit über 1.000 Mitgliedern der zweitgrößte in ganz Bayern. Beim offiziellen Jubiläumsabend blickte die JU mit ihren Gästen auf erfolgreiche 60 Jahre zurück.

Neben der aktuellen Kreisvorstandschaft waren auch alle ehemaligen Kreisvorsitzenden nach Waldeck gekommen. Der Kreisvorsitzende Benjamin Zeitler konnte neben seinen Vorgängern auch den CSU-Landratskandidaten Herbert Hahn und den CSU-Landtagskandidaten Tobias Reiß begrüßen.
Herbert Hahn lobte die JU für die gute Arbeit in den vergangenen Jahren. „Die CSU kann sich glücklich schätzen so eine Nachwuchsorganisation zu haben“, so CSU-Kreisvorsitzender Herbert Hahn. 
CSU-Landtagskandidat Tobias Reiß sprach von einer einmaligen Chance, die ihm die JU geboten hätte. „Ohne die JU wäre ich heute wahrscheinlich nicht hier“, so Reiß. 

Als „Schmankerl“ für die aktuellen Mitglieder der JU gaben die ehemaligen Kreisvorsitzenden einen kurzen Rückblick über ihre Zeit in der JU. Moderiert wurde die lockere Runde vom gebürtigen Brandner Christian Daubner (Chefredakteur Fernsehen BR). Die ehemaligen Kreisvorsitzenden berichteten über ihre Zeit in der JU und die Ereignisse in dieser Zeit. So berichteten Ernst Dietz (1969-1977) und Herbert Rubenbauer (1977-1983) über die Schwierigkeiten der Fusion der Landkreise Tirschenreuth und Kemnath im Zuge der Gebietsreform 1972. Eines der größten Probleme seien die für die damalige Zeit weiten Wege gewesen und dass sich die beiden Landkreise noch fremd waren , so Ernst Dietz. Dieses „Ost-West-Denken“ sei bis heute noch nicht ganz überwunden, so MdL Herbert Rubenbauer.

Auf Herbert Rubenbauer folgte 1983 Toni Dutz als Kreisvorsitzender der JU. Er habe in der JU eine spannende Zeit erlebt, auch weil in dieser Zeit Themen angesprochen wurden, die heute aktuelle denn je seien, so Dutz. Diese Themen reichten vom Waldsterben, über neue Medien bis zur Jugendarbeitslosigkeit.
Toni Dutz sprach aber auch die harten Zeiten in denen er viel Gegenwind erlebte. Als Beispiel nannte Dutz die Antwort eines CSU-Ortsverbandes auf die Anfrage auf Gründung eines JU-Ortsverbandes: „Dort wo es eine gute CSU-Ortspolitik gibt, braucht es keine JU“. Dieses Erlebnis hätte ihn damals sehr geärgert, so Toni Dutz weiter.

Von 1991 bis 1997 führte Gerhard Kraus die Geschicke der JU im Landkreis Tirschenreuth. Sein Erfolgsgeheimnis erklärte Gerhard Kraus bereitwillig. Erstens habe man sich um politische Themen gekümmert, die die jungen Leute interessierten und zweitens sei die Geselligkeit nie zu kurz gekommen. Die Ausflüge, die unter anderem nach Griechenland und Italien gingen, seien „legendär“, so Gerhard Kraus.

Nachfolger Roland Grillmeier (1997- 2003) lobte die Arbeite seines Vorgängers. „Ich habe ein bestelltes Haus übernommen“, freute sich Grillmeier. Ein bewegender Moment sei die Aufnahme des 1.000 Mitgliedes gewesen. Zudem wurde während der Amtszeit Grillmeiers die „Zukunftswerkstatt“ eingerichtet, die noch heute regelmäßig erscheint.
Auf Roland Grillmeier folgte Thomas Völkl, der das Amt aber bereits 2005 aus beruflichen Gründen wieder abgab. Thomas Völkl, derzeit wohnhaft in der Schweiz, meldete sich per Videobotschaft bei den Gästen.
Im Jahr 2005 übernahm dann Benjamin Zeitler den Kreisvorsitz der JU. Benjamin Zeitler zeigte sich besonders erfreut über die Einrichtung eines Lehrstellenspiegels. Dieser erscheint jedes Jahr als Hilfestellung für die jungen Leute und umfasst etwa 100-120 Lehrstellen.
(Sebastian Kastner)