Junge Union Tirschenreuth besucht Agentur für Arbeit

Junge Union Tirschenreuth besucht Agentur für Arbeit

Tirschenreuth. Zu einem Informationsgespräch trafen sich am Dienstag, 03.11.09 die Mitglieder des Arbeitskreises Wirtschaft & Bildung des JU-Kreisverbandes und Vertreter der Agentur für Arbeit Weiden um die Situation auf dem heimischen Ausbildungsmarkt zu diskutieren.

Im Besprechungsraum der Agentur für Arbeit Tirschenreuth stellten Franz Kiener, Teamleiter Berufsberatung in der Agentur für Arbeit Weiden und Berufsberater Franz Lahm den Mitgliedern des JUKreisverbandes
die Lage auf dem Ausbildungsmarkt in unserer Region dar. Das Treffen fand auf Einladung des Arbeitskreisleiters Mario Rabenbauer statt.
Kiener erläuterte, dass das Berufsberatungsjahr vom 01.10. bis 30.09. des Folgejahres verläuft. So ist jetzt eine Bilanz über den Ausbildungsmarkt möglich. „Das Jahr war geprägt von Unsicherheiten aufgrund der Wirtschafts- und Finanzkrise“, leitete Franz Kiener ein. Niemand konnte erahnen, wie sich die Firmen verhalten werden. Vor dem Hintergrund umfangreicher Kurzarbeit gab es Zweifel, ob die Firmen und Betriebe weiterhin so ausbilden werden, wie es in den letzten Jahren war.

Der nun bereits zum fünften Mal erstellte Lehrstellenspiegel des JU-Kreisverbandes zeigte Anfang des Jahres, dass die Betriebe weiter stark ausbilden. Die Mitarbeiter der Arbeitsagentur freuten sich über
dieses Projekt. „In Zukunft werde es eine enge Abstimmung bereits bei der Erstellung des Lehrstellenspiegels mit der Agentur für Arbeit geben“, kündigte Mario Rabenbauer an.

Sehr erfreulich war, dass nur noch 16 Bewerber unversorgt waren. Dies kann sich laut Kiener erfahrungsgemäß noch sehr schnell ändern, da im Rahmen von Nachvermittlungen noch viele eine Stelle finden. Das Lehrstellenangebot ist relativ konstant geblieben, was die Verantwortlichen auf dem Ausbildungsmarkt vorsichtig optimistisch sein lässt, was die Auswirkungen der Wirtschaftskrise auf diesen Bereich betrifft.

Das Berufsberatungsjahr 2007/2008 hängte mit dem damaligen sehr guten Ergebnis die Messlatte sehr hoch, so dass für dieses Jahr schlimmste Befürchtungen im Raum standen. Mit den aktuellen
Zahlen kann man feststellen, dass die Bewerberzahlen um eine Ausbildungsstelle im Bereich der Agentur für Arbeit (AA) Weiden um 13 % rückläufig waren, was dem Bayernschnitt entspricht.

Als Gründe hierfür nannte Kiener die demografische Entwicklung, einen sehr hohen Anteil an Schülern, die weiterführende Schulen besuchen und die Tendenz, dass sich immer mehr sehr früh um eine Ausbildungsstelle kümmern und so zum Stichtag 30.09. nicht mehr als Bewerber gezählt werden. Im AA-Bezirk Weiden standen 2.008 Bewerbern genau 1.431 gemeldete Ausbildungsstellen gegenüber, im Bereich der Geschäftsstelle Tirschenreuth, die den Großteil des Landkreises abbildet, waren
663 Bewerber auf der Suche nach einer Stelle, dagegen waren 308 Lehrstellen zu vergeben.

Franz Lahm stellte die Angebote der Berufsberatung vor. Die Agentur hat mit Angeboten wie ausbildungsbegleitenden Hilfen (abH), Einstiegsqualifizierungen und berufsvorbereitenden Maßnahmen
viele Möglichkeiten, auch leistungsschwächeren Bewerbern zu einer Ausbildungsstelle zu verhelfen. Hier biete man eine freiwillige und kostenlose Dienstleistung an. Lahm bemerkte, dass bei der Berufswahl und –entscheidung immer noch die klassische Trennung
von Männern- und Frauenberufe zu erkennen sei. Hier versucht man mit verschiedenen Maßnahmen, vor allem junge Frauen auch für technische Berufe zu begeistern.

Die Vertreter der Agentur für Arbeit und die Mitglieder der Jungen Union stellten abschließend fest, dass die Firmen und Betriebe ihren zukünftigen Fachkräftebedarf erkannt haben und auch in wirtschaftlich
schwierigen Zeiten weiter ausbilden. Damit geben sie den jungen Menschen im Landkreis auch die Möglichkeit, in ihrer Heimat zu bleiben. JU-Kreisvorsitzender Benjamin Zeitler und Arbeitskreis-Leiter Mario Rabenbauer bedankten sich bei den Hausherren und überreichten ihnen ein Geschenk zum Abschied.