Kooperation mit Tschechien beispielhaft

Kooperation mit Tschechien beispielhaft

Wir sind keine Null-Bock-Generation“, betonte der Schüler Thomas Meisel bei der Vorstellung der Berufsfachschule für Hotel- und Tourismusmanagment in Wiesau. Zusammen mit seiner Mitschülerin Kerstin Reiter überzeugte er davon eindrucksvoll die JU-Kreisvorstandschaft.
Über ein Jahr existiert nun die Berufsfachschule für Hotel- und Tourismusmanagement in Wiesau, eine einmalige Einrichtung in ganz Bayern. Grund genug für den JU-Kreisverband Tirschenreuth sich persönlich ein Bild von dieser Ausbildungsstätte zu machen. Dort übernahmen die Präsentation jedoch nicht etwa die beiden anwesenden Lehrer André Putzlocher und Franz-Josef Gretsch. Vielmehr zeigten zwei Wiesauer Schüler, Thomas Meisel und Kerstin Reiter, was hinter dieser Einrichtung in Wiesau steckt.

Ziel der Ausbildung ist, dass die Absolventen kaufmännische und organisatorische Aufgaben in Hotels, Gastronomie-, Tourismus und Fremdenverkehrsbetrieben sowie Veranstaltungsagenturen zielgerichtet lösen können. Doch erwerben sie nach den erfolgreich bestandenen Abschlussprüfungen nicht nur die Berufsbezeichnung „Staatlich geprüfte/r Assistent für Hotel- und Tourismusmanagement“, sondern gleichzeitig auch die Fachhochschulreife, die das Studium ermöglicht. Allerdings haben die Schüler der Berufsfachschule bis zum Abschluss eine lange Wegstrecke zurückzulegen. In der dreijährigen Ausbildungszeit lernen sie allgemein bildende Inhalte wie Deutsch, Englisch, Spanisch, Tschechisch, Sozialkunde oder Mathematik, aber vor allem auch fachspezifische Inhalte, die von Kochen, Restaurantservice oder Housekeeping bis hin zum Hotel- und Tourismusmanagement reichen.

Abgerundet wird die Ausbildung mit insgesamt 23 Wochen in verschiedenen Betriebspraktika, die die Schüler teilweise auch im Ausland absolvieren müssen. Letztlich ist diese Ausbildung nur mit einer hochgradigen Motivation und großem Ehrgeiz zu schaffen. Dabei arbeiten die Lehrkräfte vor allem mit den Grundsatz „fördern durch fordern“, wie André Putzlocher betonte. Eine Besonderheit der Schule liegt in den mittlerweile europaweiten Kontakten zu vergleichbaren Einrichtungen. Mit Hilfe von europäischen Fördermitteln konnte man sich in kürzester Zeit ein europäisches Netzwerk zugunsten der Schüler aufbauen, wie der zuständige Lehrer Franz-Josef Gretsch ausführte. Vor allem die Kontakte nach Tschechien seien sehr intensiv und auch für weitere Aktivitäten eine hervorragende Basis.

Die anwesenden JU’ler zeigten sich begeistert von dieser Bildungseinrichtung. Den Kreisvorsitzenden Benjamin Zeitler überzeugte vor allem die Selbstverständlichkeit der Zusammenarbeit mit dem tschechischen Nachbarn. „Diese Kooperationen sind beispielhaft für die ganze Region“, stellte Zeitler heraus. Gelobt wurde auch die herausragende Einsatzbereitschaft von Schülern und Lehrern. Die Berufsschule sei eine enorme Chance für die Jugend dieser Region und weit darüber hinaus. Nach einer Führung durch die Räumlichkeiten dankte Zeitler den verantwortlichen Lehrern André Putzlocher und Franz-Josef Gretsch und wünschte der Schule weiterhin viel Erfolg für die Zukunft.