Landesvorsitzender Manfred Weber gratuliert der Jungen Union zum Geburtstag

Landesvorsitzender Manfred Weber gratuliert der Jungen Union zum Geburtstag

Jung, dynamisch und kämpferisch sind die Geburtstagskinder, freute sich der Landesvorsitzende der Jungen Union, Manfred Weber, als der bei der Feier im Pfarrheim dem Kreisverband Tirschenreuth zum 60. und dem Ortsverband Immenreuth zum 30. Gründungsjubiläum gratulierte.

“Wir können nur feiern, weil einige in der Vergangenheit angepackt und mehr geleistet haben als die, die auf dem Übernommenen aufbauen”, betonte Weber und dankte dabei dem ehemaligen Ortsvorsitzenden der CSU, Josef König, für den Wiederbelebung der örtlichen JU 1996.

Der Landesvorsitzende und Europaabgeordnete stellte in seinem Grußwort die Frage nach der Aufgabe der Jungen Union und sah das wichtigste Betätigungsfeld in einer ehrlichen, schonungslosen Analyse der gesellschaftlichen Situation unter den Schlagworten demographische Entwicklung und Globalisierung. Weber forderte deshalb offen über die Bevölkerungsentwicklung zu reden, in der immer weniger Kinder geboren, die Menschen aber immer älter werden und immer mehr Zeit nach der Rente bleibt.

Fraglich bleibt ein Renteneintritt mit 67. Trotz der hohen Rentenbeiträge und einem Ausgleich der Rentenkassen durch indirekte Steuern bekommt ein heute 25-Jähriger einmal eine Rente auf Sozialhilfeniveau. Nach den Worten von Weber geht es um die Frage, ob etwas am System geändert werden müsse, das auch die Säule Pflegeversicherung betrifft. Die Jugend, so betonte er, zahlt heute in ein System, aus dem es keine Leistung mehr bekommt.

Der Landesvorsitzende warnte in diesem Zusammenhang in einen Wettstreit mit der neuen Linken über die Zurücknahme des Renteneintrittsalters oder um die Leistungen in der Arbeitslosenversicherung einzutreten. Es gilt nicht das Schönste vom Himmel zu versprechen oder einfach mehr Geld auszugeben, sondern ehrlich die Tatsachen auf den Tisch zu legen.

Den Wert von Ehe und Familie, der Keimzelle für die Gesellschaft, hoch zu halten, forderte Manfred Weber, aber gerade auch jungen Frauen Mut zu geben, Kinder auf die Welt zu bringen und sich der Probleme Alleinerziehender anzunehmen. Bei der Bereitstellung von Betreuungseinrichtungen darf, so Weber, die große Masse der Eltern nicht vergessen werden, die sich für die häusliche Erziehung entschieden hat. Weber trat dafür ein, die Globalisierung anzunehmen. In einem brutalen harten Wettbewerb werden China, Indien und Amerika in zehn bis 15 Jahren die bestimmenden Wirtschaftsblöcke sein.

Die Jugend ermutigte er, die Kraft zu haben ein Papier mit möglichen Lösungen auf den Tisch zu legen. Wie jede andere Generation muss die heutige Generation Antworten auf große Probleme geben. Bei den Investitionen für Forschung und Bildung entdeckte Weber einen Nachholbedarf, weil nur so der Wohlstand über weltweit die besten Produkte gesichert werden kann. Weber sagte deshalb auch “Ja” zu einem Europa mit verankerten christlichen Grundwerten, das bei zunehmender Dynamik mit einer Stimme sprechen kann. “Ich will, dass Bayern sein christliches Antlitz behält”, betonte der Redner mit Blick auf den Bau von Moscheen und dem Wunsch der Türkei, Vollmitglied der EU zu werden.

Landesvorsitzender Manfred Weber gratuliert der Jungen Union zum Geburtstag
In seiner leidenschaftlichen Rede verteidigte Weber auch die Online-Durchsuchung, weil sie oft nur das einzige Mittel sei, Schwerverbrecher wie Kinderschänder zu überführen: “Der Staat darf Verbrecher nicht schützen.”

Am Schluss seiner leidenschaftlichen Rede stellte Manfred Weber das politische Gewicht der Jungen Union in den Raum, die mit knapp 32 000 Mitgliedern in Bayern so viele wie die Grünen in ganz Deutschland hat. “Als JUler können wir mit Selbstbewusstsein auftreten. JU ist reines Lebensgefühl”, bekräftigte der Redner.

(Bernhard Kreutzer)