Matthias Grundler lädt zum Jagdgespräch

Matthias Grundler lädt zum Jagdgespräch

Alexander Flierl (CSU), Vorsitzender des Bayerischen Jagdvereins in der Oberpfalz, steht Frage und Antwort zur Jagd-Politik. Betroffene dürfen bei einem Gespräch im Gasthof "Roter Ochse" in Falkenberg ihre Ansichten zum Thema äußern.

Alexander Flierl (CSU), Vorsitzender des Bayerischen Jagdvereins in der Oberpfalz, stand bei einer Veranstaltung im Gasthof "Roter Ochse" Berufskollegen und Politikern Rede und Antwort. "Es scheint oft so, dass Jagd-Politik nur ein Randthema ist", betonte Alexander Flierl (CSU), Vorsitzender des Bayerischen Jagdvereins (BJV) in der Oberpfalz und Mitarbeiter des Bayerischen Landtages.

Dass das Thema jedoch große Relevanz und Diskussionspotential besitzt, zeigte sich bei der Gesprächsrunde im "Roten Ochsen" in Falkenberg. "Die Initiative für diesen Abend kam aus der Landwirtschaft", erklärte der JU-Kreisvorsitzende Matthias Grundler. Er organisierte gemeinsam mit dem CSU-Ortsverband und Kreisvorsitzendem Tobias Reiß (MdL) die Veranstaltung. Ansprechpartner waren auch Bezirksrat Toni Dutz und Gerhard Schneider, Leiter des Betriebs der Bayerischen Staatsforsten in Waldsassen.

Das Hauptthema des Abends drehte sich ums Schwarzwild. Laut Flierl seien hier schon Übergangslösungen gefunden worden wie der Einsatz von Schalldämpfern. Mehr Unklarheiten gab es in Bezug auf die Nutzung von Nachtziel-Vorsatzgeräten. "Diese sollen nur auf Antrag eingesetzt werden dürfen, aber wer die Voraussetzungen erfüllt, bekommt das auch." Der stellvertretende Kreisobmann des Bauernverbands Tirschenreuth Martin Härtl fand, dass sich das im Landkreis nicht so einfach gestaltet. So fragte er, warum die Geräte aktuell nicht von beruflichen Jägern genutzt werden können. Gerhard Schneider von den Bayerischen Staatsforsten erklärte, dass es ein Sofortprogramm hätte geben sollen. Doch das Antragsverfahren gestaltete sich in Zusammenarbeit mit dem Landratsamt sehr zögerlich. "In den Landkreisen Hof und Wunsiedel ist das schon umgesetzt, aber in Tirschenreuth dürfen wir es nicht einsetzen."

Peter Hamm, zweiter Vorsitzender der Kreisgruppe des Landesjagdverbands, war der Meinung, dass es unabhängig von der Technik und Ausrüstung eine intelligente Betrachtung der Situationen vor Ort brauche. "Man benötigt mehr Austausch mit Waldbauern, Landwirten und Staatsforsten", forderte er. Sein Vorschlag: Ein Schwarzwildberater könne alle Beteiligten miteinander vernetzen. "Wir dürfen nicht nur die Schäden sehen, sondern müssen auch die Biologie der Tiere besser verstehen." Die Jäger selbst würden einen guten Job machen, allein 3000 Wildschweine seien 2017 im Landkreis geschossen worden. Schwieriger gestaltet sich die Abnahme. "Es muss von der Politik mehr signalisiert werden, dass es sich hierbei um ein gutes Fleisch und ein wertvolles Nahrungsmittel handelt."

 
(Quelle: Der Neue Tag)