Ost-West-Diskussion soll aufhören

Ost-West-Diskussion soll aufhören

Bernhard Söllner löst nach sechsjähriger Tätigkeit Benjamin Zeitler bei der Jungen Union ab

Waldsassen. (jr) Eine Ära endete beim JU-Kreisverband. Bei der Kreisversammlung im Jugendheim wurde der 30-jährige Immenreuther Bernhard Söllner zum neuen Kreisvorsitzenden gewählt. Er löst Benjamin Zeitler ab, der nach sechs Jahren an der Spitze, auf eine Wiederwahl verzichtet hatte.

Benjamin Zeitler nutzte seinen Rechenschaftsbericht zu einer Rückschau auf seine sechsjährige Amtszeit. Der Plößberger erinnerte daran, dass sich die Junge Union immer politisch eingebracht, vieles angestoßen und auch einiges bewegt habe. „Wir halten nichts von Lamentieren und Selbstmitleid.“ Zeitler nannte die demografische Entwicklung eine der größten Herausforderungen im Landkreis.

Als Erfolgsgeschichte bezeichnete der Vorsitzende den Lehrstellenspiegel. Jährlich würden mehr als 900 Firmen angeschrieben, mit der Bitte Ausbildungsplätze bereit zu stellen. Heuer wurden über 250 Lehrstellen gesammelt und an die Schulen weiter gemeldet.

Zeitler verwies auf einen familienfreundlichen Landkreis mit grenzüberschreitender Zusammenarbeit. Allerdings reiche es nicht aus, ein starker Jugendverband zu sein. „Wir müssen auch gesellschaftlich attraktiv bleiben. „Der Kern unseres Erfolgs ist, Spaß und Politik miteinander zu verbinden.“ Dies zeige sich auch in der Zahl von 1132 Mitgliedern. Bei den Neuwahlen wurde der 30-jährige Immenreuther Bernhard Söllner mit 98 Prozent der rund 120 Delegierten zum neuen Kreisvorsitzenden gewählt. Er hat bereits politische Erfahrung, sitzt für die CSU im Immenreuther Gemeinderat und gehört seit drei Jahren auch dem Kreistag in Tirschenreuth an.

Zum JU-Vorstand gehören als stellvertretende Vorsitzende Laura Zeitler (Plößberg), Matthias Grundler (Falkenberg), Christian Doleschal (Brand) und Dominik Vollath (Erbendorf). Schatzmeister ist Matthias Bäumler (Plößberg), Schriftführer Franziska Krauß (Kemnath) und Michael Brucker (Brand), Kreisgeschäftsführer Mario Rabenbauer (Waldershof ). Beisitzer sind Philipp Schäffler, Stefan Riebl, Michael Härtl, Sebastian Kastner, Anja Schuh, Jochen Filbert, Florian Schecklmann, Tobias Oguntke, Christian Haberkorn, Andreas Höcht, Ingrid Burger,
Matthias Bayer und Andreas Wöhrl.

Söllner betonte, dass er ein Signal aussenden wolle. „Wir haben einen Kreisverband und einen Landkreis.“ Die Ost-West-Diskussion müsse aufhören. „Unsere Regionen haben vieles zu bieten, vom Stiftland zum Steinwald bis ins Kemnather Land hinein.“

Dank zollte er seinem Vorgänger Benjamin Zeitler, der mit viel Engagement den Kreisverband geführt hat. „Ohne dich würden wir heute nicht so gut dastehen.“ Weiterer Dank galt den ausgeschiedenen Vorstandsmitgliedern Marco Vollath, Christoph Weigl, Robert Weiß und
Anja Schuh. Sie sollen gesondert verabschiedet werden.