Junge Union auf Erfolgskurs

Zur Jahreswende zieht der JU Kreisverband Tirschenreuth traditionell Bilanz und ehrt seine ausgeschiedenen Vorstandsmitglieder und Ortsvorsitzenden. Der neue Kreisvorsitzender Matthias Grundler konnte dazu 150 Gäste begrüßen, unter ihnen auch den CSU Kreisvorsitzendem Tobias Reiß und die JU-Ehrenkreisvorsitzenden Dr. Benjamin Zeitler und Roland Grillmeier begrüßen. 

Er freute sich über das große Interesse am Kreisverband und machte klar, „dass man allen Grund habe stolz zu sein“. Denn gleich mehrere Erfolge seien im vergangenen Jahr gelungen. So sitzt seit November erstmals in der Geschichte der CSU ein Tirschenreuther im Parteivorstand, dem höchsten Gremium der Christsozialen in Bayern. Christian Doleschal aus Brand, der derzeit auch Bezirksvorsitzender der Jungen Union ist, konnte sich beim CSU-Parteitag gegen starke Konkurrenten durchsetzen. „Christians Wahlergebnis war ein großer Erfolg für die Jungen in der Partei“, stellte Grundler heraus. Bereits beim JU-Oberpfalztag in Erbendorf habe man eindrucksvoll unter Beweis gestellt, dass die Nordoberpfalz stark vertreten sei in der Partei. Erstmals seit zehn Jahren waren die weit über 100 JU-Delegierten aus der ganzen Oberpfalz wieder im Landkreis Tirschenreuth zu Gast. Besonderer Höhepunkt war der Auftritt des bayerischen Finanzministers Dr. Markus Söder in der vollbesetzten neuen Stadthalle. 

Matthias Grundler, der im Mai vergangenen Jahres zum Kreisvorsitzenden gewählt worden war, dankte dabei zunächst nochmal seinem Vorgänger Bernhard Söllner für die vier Jahre, in denen er den Vorsitz inne hatte. Mit Söllner schieden auch Dominik Vollath (stellvertretender Vorsitzender), Matthias Bäumler (Schatzmeister), Christoph Haberkorn (Geschäftsführer), Sarah Schwan (Schriftführerin), Katharina Härtl (Beisitzerin), Thomas Bauer (Beisitzer), Philipp Schäffler (Beisitzer), Michael Brucker (Beisitzer), Michael Weiß (Beisitzer) und Johann Walter (Beisitzer) aus ihren Ämtern. In den Ortsverbänden gaben Franz Stahl (Tirschenreuth), Philipp Schwan (Konnersreuth) und Marco Streng (Kastl) jeweils den Vorsitz in jüngere Hände ab. 

Besonderen Raum nahm das Thema Flüchtlinge ein. Landtagsabgeordneter Tobias Reiß schilderte die emotionalen Diskussionen, die auf Landes- und Bundesebene geführt werden. Er hoffe, dass es bald gelingt die Einreise von Flüchtlingen in geordnete Bahnen zu lenken und den Zustrom erheblich zu reduzieren. Die Integration Hunderttausender Neuankömmlinge sei eine Herausforderung von bisher nicht gekanntem Ausmaß. Viel stärker müsse sich die Politik auch den Krisenherden widmen, die die Flüchtlingsströme überhaupt auslösen. Kreisvorsitzender Grundler unterstrich, dass es in so turbulenten Zeiten die Arbeit der demokratischen Parteien umso wichtiger sei. „Wir müssen die Demokratie leben und uns einbringen“, darum wolle man allen Interessierten das Angebot machen mitzuarbeiten. 

Sich einbringen wollten im vergangenen Jahr offenbar jede Menge, so freuten Grundler die rekordverdächtige Anzahl an Neuaufnahmen. Insgesamt traten 103 junge Menschen im Alter zwischen 14 und 35 Jahren in einen der 18 aktiven JU-Ortsverbände im Landkreis ein.  Doppelt so viele wie im Schnitt der letzten fünf Jahre. Dabei hatte eine Mitgliederwerbeaktion großen Anteil an der außergewöhnlichen Dynamik. Weil man mit 35 Jahren automatisch aus der JU ausscheidet und somit jedes Jahr zahlreiche Mitglieder gestrichen werden müssen, ist es Grundler wichtig den Verband zu verjüngen. „Der Altersdurchschnitt sinkt gegen den allgemeinen Trend, weil wieder verstärkt jüngere Neumitglieder beitreten“, zeigte sich Grundler zuversichtlich. 

Frischen Wind und deutlich mehr junge Mitglieder wünscht sich Grundler auch für die CSU. „Darum haben wir CSU und Frauen Union vorgeschlagen die Mitgliederwerbung künftig gemeinschaftlich anzupacken“, so Grundler. Bereits in diesem Jahr wolle man eine gemeinsame Werbeaktion ins Leben rufen, die im April starten wird. „Es ist unsere Aufgabe uns auch parteiintern kräftig einzumischen, denn wir sind es, die die Anliegen der jungen Generation vertreten“, gab Grundler den anwesenden Mitglieder den Auftrag mit auf den Weg, sich auch in der Mutterpartei kräftig zu Wort zu melden. 

Besonders hoben Grundler und Reiß die Weihnachtsaktion für bedürftige Kinder im Landkreis hervor, die die Junge Union erstmals ins Leben gerufen hatte. Wir wollten den Kindern damit zeigen: ‚Wir vergessen euch nicht‘“, erklärte Grundler den Beweggrund. „Über 400 Kindern konnten wir zu Weihnachten eine kleine Freude bereiten“, zog er Bilanz. CSU-Kreisvorsitzender Tobias Reiß bedankte sich bei der JU und auch den zahlreichen Unterstützern, die dem Spendenaufruf innerhalb der Unionsfamilie gefolgt waren. So war es möglich den Kindern im SOS-Kinderdorf in Immenreuth, den Flüchtlingskindern in der Wiesauer Notunterkunft und weiteren dezentralen Unterkünften, wie auch über einhundert Kindern über die Tafel ein kleines Geschenk zukommen zu lassen. Bei Sebastian Koch und Marina Donko bedankte sich Grundler besonders für ihren unermüdlichen Einsatz, mit dem es erst möglich geworden sei diese Herausforderung zu stemmen.