Souveräner Sieg von Tobias Reiß

Souveräner Sieg von Tobias Reiß

Im Stimmkreis Tirschenreuth holt Reiß mehr Stimmen als seine Partei CSU, die auf 45,3 Prozent kommt. In etwa der Hälfte der 37 Städte und Gemeinden schafft er sogar die 50-Prozent-Hürde. Sein bestes Ergebnis fährt der parlamentarische Geschäftsführer der CSU-Landtagsfraktion in Falkenberg ein. 62,7 Prozent der Wähler stimmen dort für Reiß. Am schlechtesten schneidet er in Krummennaab ab. In der traditionellen SPD-Hochburg votieren 31,87 Prozent für den Abgeordneten aus Brand.

Einen Achtungserfolg erringt der Freie Wähler Bernhard Schmidt aus Erbendorf. Mit 14,62 Prozent der Stimmen ist er besser als seine Wählergruppe, die auf 13,31 im Stimmkreis kam, und auch besser als sein Vorgänger Ely Eibisch, der vor fünf Jahren knapp 13 Prozent holte. Sein Spitzenergebnis holte der Geschäftsführer der Neue Energie West eG in seiner Heimatstadt Erbendorf. 30,85 Prozent der Stimmen räumte er dort ab.

Enttäuschend lief die Wahl dagegen für die SPD-Kandidatin Jutta Deiml. Mit 9,99 Prozent der Stimmen schnitt sie schlechter als ihre Partei ab, die im Stimmkreis 12,94 Prozent holte. Für sie gab es das beste Ergebnis in Krummennaab, wo 16,65 Prozent ihr Kreuz bei der Sozialdemokratin machten. Tiefpunkt war für sie Falkenberg. Dort gab es für Deiml nur 5,33 Prozent der Stimmen.

Die Grüne Anna Toman kam im Stimmbezirk auf 8,26 Prozent der gültigen Stimmen und schnitt damit etwas besser ab als ihre Partei, die 8,08 Prozent erhielt. Ihr bestes Ergebnis schaffte die Lehrerin in ihrer Heimatstadt Bärnau. 12,57 Prozent konnte sie dort auf sich vereinen. Am schlechtesten schnitt sie in Schlammersdorf ab, wo nur 4,25 Prozent die Grüne wählten.

AfD-Kandidat Stefan Löw lag mit 11,08 Prozent der Stimmen fast gleichauf mit der Partei, die 11,13 Prozent bekam.

Das Spitzenergebnis gab es für ihn in Schwarzenbach mit 18 Prozent. Das schlechteste Ergebnis fuhr er in Falkenberg ein. Dort machten 28 Wähler ihr Kreuz beim AfD-Mann. Es waren 4,39 Prozent der gültigen Stimmen. Die Partei war mit 3,92 Prozent noch ein wenig schlechter.

Die FDP spielte ebenso wie die Linke, die ÖDP und die Bayernpartei sowie die kleinen Splitterparteien keine große Rolle im Stimmkreis. Ungewöhnlich: FDP-Mann Reinhard Heinrich aus Waldsassen fuhr genau das gleiche Ergebnis wie die Partei ein: nämlich 2,56 Prozent oder 1544 Stimmen. Er lag damit knapp vor dem Bayernpartei-Kandidaten Schmieder, der mit 2,47 Prozent etwas besser als seine Partei war (1,90). Die Linke bekam 2,16 Prozent der Stimmen. Den Kandidat der Linken, Christina Weidner aus Weiden, wählten 2,36 Prozent. Auch die ÖDP-Kandidatin Theresia Kunz schnitt mit 1,27 Prozent etwas erfolgreicher als die Partei ab (0,95).

61 053 Wähler gingen im Stimmkreis Tirschenreuth an die Urne oder nutzten die Möglichkeit der Briefwahl. Stimmberechtigt waren 81 799 Bürger. Daraus ergibt sich eine Wahlbeteiligung lag im Stimmbezirk Tirschenreuth von 74,64 Prozent. Vor fünf Jahren hatten sich etwa 67 Prozent an der Landtagswahl beteiligt. Den besten Wert gab es aus Schlammersdorf. 84,66 Prozent gingen dort zur Urne. Mit Abstand am schlechtesten war die Wahlbeteiligung in Grafenwöhr. Dort folgten gerade mal 62,02 Prozent dem Aufruf zur Landtagswahl.

Quelle: Der Neue Tag