Süd-Ost-Gleichstrompassage: JU lehnt Trassenführung über den Ostbayernring ab

Grundler Presse 1
„Wachsamkeit ist geboten“, zeigen sich der Bezirksvorsitzende der Jungen Union, Christian Doleschal, und der Tirschenreuther Kreisvorsitzende Matthias Grundler beunruhigt vom jüngsten Vorschlag die Gleichstromtrasse auf eine bestehende Wechselstromtrasse, dem Ostbayernring, aufzusatteln. „Bestehende Trassen zu nutzen hört sich im ersten Moment vielleicht gut an, aber was das genau bedeutet erklärt niemand“, ist Kreisvorsitzender Matthias Grundler enttäuscht, dass in Berlin bis zur letzten Minute auf dem Rücken der betroffenen Bürger gepokert wird. „Was gar nicht geht, wäre zum Beispiel die Gleichstrompassage parallel zum Ostbayernring zu bauen“, befürchtet Grundler ein Horrorszenario. Auch an dessen Heimatort Falkenberg führt der Korridor des Osterbayernrings vorbei. 
 
Bezirksvorsitzender Doleschal fordert das Instrument der Erdverkabelung im Norden genauso intensiv einzusetzen, wie es die bayerische Wirtschaftsministerin Aigner im Süden Bayerns plant. „Was für Oberbayern gilt, muss auch für die Oberpfalz gelten“!
 
Doleschal und Grundler verlangen eine genaue Prüfung, was eine Führung über den Ostbayernring bedeuten Würde. „Bevor man nicht Mastenhöhe, Korridorbreite, sowie Auswirkungen auf Mensch und Umwelt geprüft hat, muss man diesen Vorschlag ablehnen“, so die beiden. Erst wenn die Möglichkeiten der Erdverkabelung voll ausgeschöpft sind, könne über eine überirdische Trassenführung diskutiert werden. Darüber hinaus sollten die Bemühungen um mehr Energieeffizienz verstärkt werden. „Jede Kilowattstunde, die wir mit effizienter Technik einsparen können, ist eine gute Kilowattstunde“, so der Tenor. Kohle- und Windstrom aus dem Norden müssten nicht zwangsweise durch gesamt Deutschland nach Süden transportiert werden.