Treten Möglichkeiten mit Füßen

Ortstermin und Information zur Petition

Wolfgang Haas startet Petition "Pro Kultur und Kur im Stiftland" - Warnung vor Abgrenzung

Eine Vision hat Wolfgang Haas, Inhaber der Stiftland-Reha und Vorsitzender des gleichnamigen Vereins: Er fordert die Schaffung eines staatlich anerkannten interkommunalen Kur- und Erholungsgebiets in der Stiftländer Klosterlandschaft. Dazu hat sein Verein die Petition "Pro Kultur und Kur im Stiftland" gestartet, die er jetzt im Beisein von Bezirkstagsvizepräsident Lothar Höher näher vorstellte.

Wolfgang Haas hieß am Montag neben Höher auch Bezirksrat Toni Dutz, mehrere CSU-Bürgermeister, Landratskandidat Dr. Alfred Scheidler und Vertreter des JU-Kreisverbands willkommen. Dessen Vorsitzender Bernhard Söllner, derzeit selbst bei der Stiftland-Reha in Behandlung, hatte den Termin vermittelt. "Wir müssen an die Zukunft denken, nicht nur Museen schaffen und alte Häuser renovieren", betonte Haas mit Blick auf sein Ziel.

Über Grenzen hinweg

Angesichts der Klosterlandschaft und der möglichen Erlangung eines Unesco-Weltkulturerbe-Titels gibt es laut Haas beste Voraussetzung für die Einrichtung eines solchen Kur- und Erholungsgebiets. Dieses könne das Zentrum eines nationalen Kur- und Erholungsparks Bayern-Böhmen werden. Weiter plädierte Haas für die Zusammenarbeit aller Kur- und Kurations-Einrichtungen im Stiftland sowie eine grenzübergreifende Weiterentwicklung der Kur- und Sportwissenschaften. Haas erinnerte daran, dass das Stiftland bereits in den vergangenen Jahrhunderten als Kurregion bekannt gewesen sei. Heute gelte es, die vorhandenen Ressourcen noch stärker zu bündeln. "Wir treten unsere Möglichkeit mit Füßen", so Hass zur bisherigen Situation. Kritisch äußerte er sich in diesem Zusammenhang auch zu Windrädern.

Als "größte Reha-Einrichtung der Region" bezeichnete er die Abtei Waldsassen. Denn religiös motiviertes Pilgern sei eine Form der seelischen Rehabilitation. Nicht zuletzt wiederholte Haas seinen seit langem bestehenden Wunsch zur Zusammenarbeit mit dem Sibyllenbad. Bislang, so Haas, habe er bereits mehr als 1000 Unterschriften gesammelt und über 10 000 Webseiten-Aufrufe registriert. Die Bürgermeister der Stiftland-Kerngemeinden hätten ebenfalls ihre Unterstützung erklärt.

Als Marke herausheben

Lothar Höher zeigte sich gegenüber der Petition sehr aufgeschlossen. "Ich werde mit Toni Dutz prüfen, was der Bezirk tun kann." Das Stiftland könne als Marke herausgehoben werden, doch es sollte bei der Tourismuswerbung nicht zu einer Abgrenzung gegenüber den übrigen Regionen in der nördlichen Oberpfalz kommen. Auch Toni Dutz warnte vor einer erneuten Abgrenzung. Richtig sei, dass noch intensiver kooperiert werden müsse. Notwendig sei etwa das Zusammenführen der Werbegemeinschaften Stiftland und Steinwald.

Überrascht zeigte sich die Runde, als Wolfgang Haas eine Deutschlandkarte mit Anbietern im Bereich Gesundheits-Wandern herumreichte: Denn solche sind fast in ganz Nord- und Ostbayern nicht zu finden.

Quelle: Der Neue Tag