Von Stimmungen nicht verrückt machen lassen 

Von Stimmungen nicht verrückt machen lassen 

Weg vom Abiturienten- und Akademiker-Kult: Für eine Rückbesinnung der heranwachsenden Generation auf handwerkliche und kaufmännische Berufe plädierte MdL Tobias Reiß beim Trabitzer CSU-Bürgergespräch.

Überfällig, so Landtagsabgeordneter Tobias Reiß, sei eine Abkehr von der noch immer verbreiteten Denkweise, dass "der Mensch erst beim Abitur anfängt". Er selbst setze sich für eine "Allianz für berufliche Bildung" ein mit dem Ziel, mehr junge Menschen für handwerkliche und kaufmännische Fachausbildungen zu gewinnen: "Damit ist es mir sehr ernst."

Die in Europa einzigartige und bewährte duale Berufsausbildung, die bei immer mehr Arbeitgebern möglichen dualen Studiengänge, aber auch innovative berufsbildende Einrichtungen wie das Überbetriebliche Bildungszentrum in Weiherhammer und die vom Bund betriebene Förderung der beruflichen Bildung, für die sich Bundestagsabgeordneter Albert Rupprecht starkmache, böten vielversprechende Ausgangsbedingungen.

Nicht aus dem Auge verlieren wolle man auch die Integration von Zuwanderern in den Arbeitsmarkt. Diese könne freilich nur bei jenen zielführend sein, die eine asyl- oder migrationsrechtlich untermauerte längerfristige Bleibeperspektive hätten.

Alles in allem zeigten sich die Trabitzer CSU und die drei Kandidaten trotz der suboptimalen Besucherzahl zufrieden mit dem lebhaften Verlauf des Abends. Schade fand man freilich eines: Dass von den 13,6 Prozent der Wähler, die in Trabitz bei der letztjährigen Bundestagswahl für die AfD gestimmt hatten, niemand gekommen war, um das Gespräch darüber zu suchen, warum und inwiefern er seine Belange von den "Etablierten" nicht mehr vertreten fühle. "Mehr als einladen und ermuntern können wir nicht", lautete das bedauernde Fazit eines CSU-Aktiven.

(Quelle: Der Neue Tag)