Wertschöpfung in der Region halten

Wertschöpfung in der Region halten

Der JU-Kreisverband besichtigt eine Biogasanlage in Matzersreuth. Die Anlage stellte der betreibende Landwirt Albert Wolfrum und der Planer der Anlage und JU-Kreistagskandidat Max Zintl vor. Die Biogasanlage ist eine Gemeinschaftsanlage, die von drei Landwirten aus Matzersreuth seit 2005 betrieben wird. Die Anlage besteht aus zwei Fermentern mit je 550 m³ und einem offenen Entlager mit 1200 m³. Der Betreiber Wolfrum erklärte den JU´lern, dass die Fermenter über eine Stopfschnecke befüllt werde. Das produzierte Gas wird in einen externen Gasspeicher befördert und dann insBHKW-Haus. Dort wird mit zwei Blockheizkraftwerken Strom erzeugt. Das eine davon ist ein Zündstrahlmotor und das zweite ein Gasmotor, die beide jeweils 75 KW elektronische Leistung produzieren. Letztes Jahr kam dann ein drittes Blockheizkraftwerk 180 KW Leistung hinzu. Darüber hinaus können bereits jetzt drei Häuser die Abwärme der Anlage nutzen. So sind für sie die steigenden Heizungskosten kein Thema mehr. Für weitere Anschlüsse an die Biogasanlage seien laut Wolfrum durchaus möglich und erste Vorgespräche habe es dazu bereits gegeben. 

Der JU-Kreistagskandidat Max Zintl, der selbst Firmenchef der Biogasfachberatung Max Zintl GmbH ist, erläuterte, dass der Landwirt mit den Biogasanlagen zum Energielieferanten werde. Mit der derzeitigen Einspeisevergütung seien Biogasanlagen nicht mehr nur ein Nischenprodukt, sondern eine echte Alternative. Dabei betont Zintl, der schon mehrere Anlagen geplant und gebaut hat, dass durch den Bau der Biogasanlagen auch die Wertschöpfung in der Region bleibe. Nicht nur, dass sich die Landwirte dadurch ein zweites Standbein aufbauen können. Durch den Bau der Anlagen profitieren auch die regionalen Firmen. So achte Zintl bei seinen Projekten, die mittlerweile weit über die Grenzen des Landkreises hinausgehen, stets darauf, diese mit regionalen Firmen umzusetzen. 

Der JU-Kreisvorsitzende Benjamin Zeitler dankte für die ausführlichen Erläuterungen. Dabei betonte Zeitler, dass Biogasanlagen eine Chance nicht nur für die Landwirte unserer Heimatregion sind, sondern für den gesamten ländlichen Raum sind. Zeitler zollte den Betreibern Respekt, dass sie hier unternehmerischen Mut beweisen und mit Weitsicht investiert haben. Für die Junge Union im Landkreis Tirschenreuth sei dies ein gangbarer Weg, um zum einen die Umwelt zu schützen und gleichzeitig Arbeitsplätze in der Region zu halten und auszubauen. Dieser Weg müsse auf jeden Fall weiter aktiv beschritten werden, so der JU-Kreisvorsitzende weiter. Abschließend wünschte Zeitler den Betreibern weiterhin alles Gute und Max Zintl auch viel Erfolg für die Firma Biogasfachberatung.